Die verschiedenen Arten von Haschisch

Manche Haschischsorten sind legendär und unauffindbar, andere schaffen es nur schwer über ihre Grenzen hinaus – doch alle haben den Gaumen glücklicher Genießer begeistert.

Von der Türkei bis zu den Ausläufern des Himalaya, über den Libanon und Marokko: Haschisch wird im Nahen Osten und in Asien in großem Umfang produziert.

Je nach Herkunft haben Haschischsorten unterschiedliche Geschmacksprofile, Formen oder Texturen. Ein kurzer Überblick über die verschiedenen Hash-Arten direkt aus den historisch produzierenden Ländern – und über moderne Haschisch-Varianten.

Der Nepalesische

Nepalesisches Haschisch

Nepalesisches Haschisch hat schon so manchen Reisenden ins Träumen gebracht. Bekannt für seine Effekte zwischen Stone und High, wird es traditionell von Hand gesammelt und nach der Charas-Technik gepresst. Der Nepalesische ist außen schwarz und innen dunkelbraun. Seine Aromen sind sehr würzig und schwer, mit floralen Noten im Hintergrund, dabei aber weniger kratzig im Hals als der Afghane.

Nepalesische Genetiken tendierten ursprünglich stärker zur Sativa. Einige Hybride sind jedoch über ausländische Breeder in die Region gelangt. Außerdem brachten Touristen unterschiedliche Techniken zur Harzgewinnung mit, insbesondere das Sieben und anschließende Pressen.

Nepalesischer Hash kann verschiedene Formen annehmen: Pollen, Temple Ball oder Stick – mit Qualitäten, die je nach Anbau- und Produktionsregion variieren. Zu den Top-Produkten zählen vor allem Malana Cream oder Super Himalaya (auch Black Spice).

Der Marokkanische

Cannabis wird in Marokko seit sehr langer Zeit angebaut. Das Land ist heute der wichtigste Exporteur von Harz nach Europa, doch die Produkte werden im Zielland oft gestreckt. Das ist das Haschisch, das man in Frankreich am häufigsten findet.

Vor Ort ist marokkanisches Haschisch grün oder hellbraun. Der Geschmack ist im Vergleich zu anderen Haschischarten eher mild, und die Wirkung ist kopflastiger und hält eher aktiv.

Man findet es unter verschiedenen Namen (Popo, Chocolat, Spoutnik …), die unterschiedliche Siebqualitäten widerspiegeln können (Zero oder Double Zero für die ersten Siebungen).

Der Libanesische

Der Libanon ist einer der größten Hash-Produzenten der Welt. Die größten Felder liegen im Baalbek-Tal, nahezu industriell.

Es gibt zwei Arten von libanesischem Haschisch: gelbes und rotes. Letzteres verdankt seine Farbe reiferen Pflanzen, aus denen es hergestellt wird (und damit einem bräunlicheren/bernsteinfarbenen Stadium der Trichome).

Der Geschmack ist sehr würzig, mit einer festeren Konsistenz als der Marokkanische. Die Wirkung ist eher kopflastig und mehr stone als der Hash, den man in Frankreich kennt, ohne dabei unbedingt stärker zu sein. Libanesisches Gelb macht mehr high als Rot, da Letzteres durch die Reifung mehr CBN enthält.

Der Afghane

Haschisch wurde in Afghanistan fast überall angebaut. Die besten Hashs kommen aus den nördlichen Regionen, zwischen dem Hindukusch und mehreren -Stan-Ländern.

Afghanische Pflanzen sind Indica-Typen und bilden kleine Büsche, die ebenso breit wie hoch sind, ohne 1,50 m zu überschreiten. Ihr Hash ist elastisch und sehr aromatisch im Geruch. Ursprünglich als Hash Ball gelagert, wird er für den Export oft zu Platten gepresst, mit dem Siegel der produzierenden Familie darauf. Die Farbe reicht von außen schwarz bis innen dunkelgrün oder braun.

Afghanisches Haschisch ist stark – sowohl in der Wirkung, die teils narkotisch sein kann, als auch im Geschmack. Man findet es häufig in den Coffeeshops in Amsterdam, manchmal in wirklich sehr schöner Qualität.

Niederländischer Hash

Dieses Haschisch wird aus Pflanzen hergestellt, die in den Niederlanden angebaut werden, meist indoor oder in Gewächshäusern. Die Pflanzen werden wie in Marokko gesiebt und ergeben ein eher grünes Ergebnis, wobei das von der verwendeten Sorte abhängt.

Der THC-Gehalt von niederländischem Hash übertrifft alle Erwartungen, manchmal über 50 % THC. In Coffeeshops findet man ihn heute selten – und außerhalb des Landes noch viel seltener.

Moderne Haschisch-Varianten

Moderne Haschisch-Varianten basieren meist auf traditionellen Methoden der Shit-Herstellung, die dank modernem Cannabis-Wissen wieder zeitgemäß gemacht wurden.

Dry sift (Static / Dry Ice / Fresh Frozen)

Static dry sift ist die grundlegende Methode, um Kief – also die Harzdrüsen der Cannabispflanze, die Trichome – zu extrahieren. Das trockene Material wird zerkleinert und durch ein feines Sieb gegeben, sodass sich die Harzdrüsen von der Pflanze trennen.

Kief wird manchmal so wie er ist in Joints gemischt, kann aber auch in einer Rosin-Presse gepresst werden. Das Pressen von Dry Sift liefert oft bis zu 70 % Extrakt, während eine getrocknete Blüte kaum über 20 % hinauskommt. Die Technik ist ziemlich einfach.

Dry Ice Sift: ähnlich wie Dry Sift, der einzige Unterschied ist, dass rohe, trockene Blüten mit Trockeneis eingefroren werden, wodurch sich die Trichome anschließend besser von den Pflanzen trennen lassen.

Fresh Frozen Dry Sift: die komplexeste aller Sieb-Extraktionen, aber qualitativ die Crème de la Crème. Das Hauptziel ist wieder, das Harz von der Pflanze zu trennen. Wie der Name der Methode sagt, wird das Blütenmaterial feucht verarbeitet – direkt nach der Ernte, wenn die Pflanzen in einen Gefrierschrank kommen und anschließend dehydriert werden. Der nächste Schritt ist das Sieben durch feine Siebe. Der gesamte Prozess findet bei eisigen Temperaturen statt, um Temperaturschwankungen zu vermeiden, die zu einer Degradation der Terpene führen könnten. Diese Methode ist sehr schwierig, aber das Ergebnis dieser lösungsmittelfreien Extraktion ist zweifellos eines der aromatischsten.

Der Ausdruck „Frozen rauchen“ hat sich im Sprachgebrauch eingebürgert, um einen hochwertigen Hash zu bezeichnen, auch wenn es nicht unbedingt echter Frozen ist 🙂

Ice Water Hash (bubble hash / ico-o-lator)

Water Hash – eine weitere Methode zur Harzextraktion, diesmal mit Wasser, Eis und einer tragbaren Waschmaschine mit Sieben in Beutelform. Frisches Pflanzenmaterial wird eingefroren und anschließend zusammen mit Eis in die Waschmaschine gegeben. (In der Regel gibt es 3–4 Beutel mit unterschiedlich großen Maschen.) Das resultierende Material muss dehydriert werden. Das Ergebnis ist Ice Hash, der in Premium-Qualität Fullmelt genannt wird und ohne weitere Verarbeitung gedabbt werden kann. Ice Hash kann außerdem mit einer Rosin-Presse gepresst werden, wodurch Live Rosin entsteht.

Piattella-Hash

Piatella ist eine Variante von Ice Water Hash, der kalt in einem luftdichten Behälter gereift wird. Diese Reifungsmethode bringt die Terpene des Hashs stärker hervor und begrenzt gleichzeitig die Oxidation der Trichome. Das Ergebnis ist ein super cremiger Hash, der an Marzipan erinnert – mit einem selten gesehenen Regenbogen an Aromen für eine mechanische Extraktion.

Quelle: https://www.newsweed.fr Von Aurélien BERNARD

https://solidseeds.es/blog/

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